Eine gute Ausbildung der Trainer_innen im Vollzug wirkt sich positiv auf die berufliche Bildung weiblicher Inhaftierter aus. Die Rahmenbedingungen im slowenischen Frauenvollzug unterscheiden sich erheblich von denen des Männervollzuges. Die Unterschiede in der Arbeit mit weiblichen Inhaftierten sind sowohl quantitativer als auch qualitativer Natur. Das Projekt soll dazu beitragen, die Ausbildung der Trainer_innen zu verbessern und neue Fortbildungen für inhaftierte Frauen zu entwickeln. Slowenien:

Kroatien und Litauen:

Das Lehrpersonal in den Frauenhaftanstalten in Litauen und Kroatien hat einen sehr unterschiedlichen Bildungshintergrund. Die Trainer_innen kommen aus verschiedenen Institutionen wie z.B. der Grundschule, der Sekundarschule oder aus der Erwachsenenbildung und verfügen somit über unterschiedliche Arbeitserfahrungen. Das Trainingspersonal hat selten die notwendigen Kompetenzen, um mit dieser spezifischen Zielgruppe zu arbeiten. Die besondere Bedürfnissen inhaftierter Frauen erfordert spezielle Kompetenzen, um Fortbildungen durchführen zu können und gute Lernergebnisse zu erzielen.

Deutschland/Berlin:

Das Ziel des Projektes ist der Transfer von good-practice Beispielen aus Berlin/ Deutschland (FrauenComputerZentrumBerlin e.V.) nach Slowenien und Litauen (später auch nach Kroatien).

Das FCZB hat im Bereich der Qualifizierung von Trainer_innen sowie der Entwicklung und Umsetzung innovativer Programme in Berliner Vollzugsanstalten eine mehr als 10-jährige Erfahrung. Allen bislang durchgeführten Projekten gemeinsam ist das Training des Personals und die Motivation und Unterstützung der weiblichen Inhaftierten, ihre beruflichen und sozialen Kompetenzen zu erweitern, und so zu einer erfolgreichen Integration in den Arbeitsmarkt beizutragen. Die Konzepte aus Berlin werden übertragen und modifiziert in Slowenien eingesetzt und in einer Pilotphase erprobt.